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Dear Fritz

ein Film von Joerg Burger und Andreas Weber

1995, AT, 30 min, 16mm

Mit dem Portrait Dear Fritz über den heute 79jährigen und fast völlig vergessenen österreichischen Schriftsteller Fritz Habeck graben sich die beiden Dokumentaristen Joerg Th. Burger und Andreas Weber nicht nur durch eine bemerkenswerte Biographie, sondern auch an den Wurzeln dokumentarischen Selbstverständnisses: Was soll das Ganze? Der portraitierte Habeck spricht es nicht aus, aber er gibt den Filmemachern in seiner resignativ grantelnden Art zu verstehen, daß es eine undankbare Rolle sein kann, lebende Fundgruber zu spielen. Fritz Habeck ist ein Mann, der viel zu erzählen hätte. Aber was soll man diesen Leuten auch sagen, die mit Kamera und Mikrophon dastehen, und möglichst alles über einen wissen wollen, was andere Leute interessieren könnte?

Die beiden Filmemacher Burger und Weber verhelen dem Zuseher nichts von der Absurdität einer solchen Portraitsituation, aber sie gestalten das Abwarten als unaufdringliches und beinahe unmerkliches Herantasten: nach und nach gelingt es ihnen, den in den 50er und 60er Jahren erfolgreichen Autor in Erinnerungen schwelgen und sich von ihnen sogar begeistern zu lassen. Schließlich ist Fritz Habeck der vermutlich einzige Österreicher, der mit Ernest Hemingway Briefe gewechselt hat, und der Erich Maria Remarque und Oskar Werner nicht nur zu seinen Arbeitskollegen zählte. So rücken Habecks Erzählungen immer mehr in den Vordergrund eines Films, den man als feinsinnige Studie über das Erzählen für den Film bezeichnen kann. (Robert Buchschwenter)

Regie und Buch
Joerg Burger und Andreas Weber
Kamera
Jörg Burger
Schnitt
Jörg Burger
Produzent(en)
Constantin Wulff
Regie und Buch
Joerg Burger und Andreas Weber
Kamera
Jörg Burger
Schnitt
Jörg Burger
Produzent(en)
Constantin Wulff
Preise und Auszeichnungen
Festivals

Duisburger Filmwoche, Diagonale - Festival des österreichischen Films

Festivals

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